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Festival Veranstaltungen des Kölner Stadtmagazin seconds

29

Jun
2015

Köln Export – Thesen oder einfach fünf weitere Ansichten

On 29, Jun 2015 | Keine Kommentare | in Festival, LATEST NEWS, Szene, Temperamente, TOPARTIKEL | von SecMag

Fünf Jahre „seconds“ – Köln hat sehr viel eigenes Potenzial und schöpft viel zu selten aus diesem. Es glänzt eher mit der Kunst aus anderen Ländern, Städten und Kontinenten – als das Köln seine eigene Kreativität zum Leuchten bringt. – Fotokooperation: seconds/ Mask Shoots

Filmfestival Veedelsfilm

Auf jeden Fall ist Veedelsfilm außerakademische Kreativität. Man kann sich ausprobieren und damit sprechen wir definitiv jeden an. Die Künstler sind nicht gut oder schlecht, mutig oder feige, angenommen oder abgelehnt, sondern: unverfälscht, ungebändigt und unabhängig.Die klassische Vorsortierung per Geldbeutel oder Beziehungen bleibt aus, somit ist es unberührt und echt. Es ist ein Festival für Kölner Filmemacher ganz ohne kosmopolitischen Weitblick, denn Köln hat sehr viel eigenes Potenzial und schöpft viel zu selten aus diesem. Es glänzt eher mit der Kunst aus anderen Ländern, Städten und Kontinenten – als das Köln seine eigene Kreativität zum Leuchten bringt. Veedelsfilm ist das Sinnbild eines kreativen Kölns aber eben nicht New York, Tokyo oder Afrika.

 

Freie Szene

Köln hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Die Szene scheint wohlbehütet strukturiert, organisiert und kultiviert. Ein riesen Vorteil für Leute, die wissen, wie es zu laufen hat. Für die freie Szene ist dies jedoch nicht so vorteilhaft. Da wird gerade wieder ein kostenloser Kultursommer angeboten einen ganzen Monat lang. Zig Plakatflächen. City-Lights. U-Bahn-Plakate. Dagegen hat die freie Szene keine Chance, sie müssen Eintritt nehmen, um Ihre Aufwendungen finanzieren zu können. So macht sich schon ein sehr unschönes Klima breit: Die Leute schlürfen Ökokaffee für 3,50 €, aber das Kulturprogramm soll möglichst umsonst zu bleiben.

 

Köln im Wandel

Von außen wirkt Köln seit Längerem bürgerlich überidentifiziert – der Wohlstand macht sich breit, dem die ursprüngliche Bevölkerung nicht so rasch folgen konnte. Es ziehen massenhaft Immis in die Stadtviertel und fangen an dort Politik zu machen, um die Stadt nach ihren Vorstellungen zu prägen. Nur zum Beispiel wie es nicht geht: die gefakte autofreie Siedlung.

Aus Mietshäusern werden schicke Eigentumswohnungen. Ehemalige freie Kulturstätten werden mit Anzeigen wegen Ruhestörung bombardiert. Bürgerhäuser müssen jetzt profitabel sein.
Köln glänzt mit zeitgeistlichen Leihprivilegien wie Toleranz, Integration und atemberaubender Nachhaltigkeit und kastriert damit die wirklichen Werte Kölns: Lebendigkeit, Echtheit und Kreativität, die Inspiration und Motor der Stadt sind. Die wohlhabenden Zugezogenen haben Köln sehr verändert.

 

Köln Online

Weltstadt ohne Ecken und Kanten – wie smart will Köln eigentlich noch rüberkommen, das wirkt tatsächlich so, als wären die Einwohner Statisten. Die Stadt zeigt sich mit allem kompatibel. Es gibt kein Fest das man nicht in Köln stattfinden lassen könnte. Ein Messeevent toppt das nächste. Ausstellungs-Marathon in den Museen, Hochkonjunktur für die Hochkultur und alle anderen müssen sehen, was übrig bleibt. Tippen sie mal bei Google „Köln“ ein, oder noch besser „Kölner Szene“– (Platz 2: Reisetipps Süddeutsche.de). Die Leute finden Köln langweilig, immer das Gleiche von den gleichen Leuten oder Institutionen.

 

Kölns Exportabteilung

Wir starten im September mit www.seconds.de unserem Stadtmagazin auch im Druck den zweiten Relaunch – als Medium und Sinnbild der freien Szene. Es geht gar nicht darum die Kultur zu bewerten, sondern sie sichtbar und auffindbar zu gestalten und in „Momentaufnahmen“ zusammenzufassen. Das kann auch Veedelskultur mit völlig einfachen urbanen Ansätzen sein. Köln ist eine vitale Stadt und wir zeigen das ganz gerne.

Was ist dagegen zu sagen, dass sich freie Künstler im Seconds-Forum „life is a trip“ ab September präsentieren können, um sich mit anderen Künstlern zu verknüpfen, um vielleicht gemeinsame Projekte zu starten, unterstützt von einer Pressearbeit, die seit fünf Jahren vor allem von außen ein fettes Lob erhielt: „Endlich mal Köln, so wie es wirklich ist“.

Natürlich kostet das Geld, aber es ist ein angenehmer Mehrwert, mal über neu entdeckte Kunst zu quatschen. Wir benötigen dafür Sales-Manager und Promotion Profis, auch für die zahlreichen Folgefestivals in NRW und im Ausland. Die Kölner Szene ist angefragt, auch ohne Masterstudium seid Ihr herzlich willkommen. Es gibt buchbare Atelier-Austauschplätze in NRW und zwei vorbereitete Köln-Künstler-Events im Ausland.

 

Kontakt: momentaufnahmen@seconds.de

Das Fastival Veedelsfilm: www.veedelsfilm.de

Facebook/Veedelsfilm: www.facebook.com/veedelsfilm

Facebook/Seconds: www.facebook.com/Seconds.Koeln

 

 

 

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