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Life is a trip – Straßenmusiker in Köln

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Text: seconds/ Foto: Eyleen L’Éphélide
In Kölns Straßen lebt die Musik – Wird es Abend, füllen sich die Shopping-Meilen Kölns mit allerlei künstlerischen Darbietungen. Feuerschlucker, Zauberer und Musiker verwandeln die Straßen des Konsums in Straßen der Kunst. Vor vier Jahren führten wir einige kleine Interviews mit Straßen-Musikern. Lesen Sie heute was sie damals dachten, was aus Ihnen wurde sehen Sie in den aktuellen Links der Labels oder der vierstellig gelikten Facebook-Auftritten.


isy-musicIsy Music

Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben?
Ich nenne meinen Musikstil Singer/Songwriter/Folk, wobei sich mit der Zeit auch mein ganz eigener Style entwickelt hat, der sich nicht in Worte fassen lässt.

 

Gibt es Themen in deinen Texten, die dich besonders berühren?
Alle meine Texte sind berührend, da alles erlebt ist, was ich schreibe.

 

Wo schreibst du deine Texte? Gibt es einen Ort, der dir dabei hilft?
Ich schreibe wann immer ich das Gefühl dazu habe. Das kann überall sein, im Zug, im Cafe, auf der Terrasse, etc. Wo immer ich mich auch dazu inspiriert fühle.

 

Dein absolutes Lieblingslied unter deinen eigenen Songs ist…
„Broken precious Child“. Diesen Song habe ich gemeinsam mit dem Musiker Fesouly geschrieben, mit dem ich ein paar Jahre zusammen in dem Duo „Rabenkinder“ gespielt habe. Das Lied hat uns auf unserer musikalischen Reise von Anfang an begleitet, und uns und viele andere Herzen auf der Straße berührt.

 

Dein blödestes Erlebnis als Straßenmusiker…
Einmal musste ich die Polizei rufen, da mich ein Verrückter verfolgte, der der festen Meinung war Jesus Christus zu sein.

 

Mit wem würdest du gern mal auf der Bühne stehen?
Glen Hansard oder Damien Rice oder mit beiden zusammen.

 

Kann man dich buchen?
Ja, Anfragen kann man mir gerne über Facebook schicken.

 

Findet man dich noch hin und wieder auf den Straßen Kölns?
Zurzeit bin ich eher in anderen Städten unterwegs, komme aber natürlich auch immer wieder nach Köln zurück. Wenn ich in Köln spiele, dann meistens am Abend nach 20 Uhr auf der Hohestraße oder in der Schildergasse. Zu der Uhrzeit habe ich die Möglichkeit, mit guter Akustik zu spielen, und die Atmosphäre ist für mich auch am angenehmsten. Termine dazu veröffentliche ich auch immer auf meiner Facebook Seite.

 

Im Internet findet man dich wo?

https://www.facebook.com/Isymusic


Taka-ChanaiwaTaka Chanaiwa

Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben?
Eigenes: Singer/Songwriter; Auf der Straße: Vielfältig. Ich spiele alles Mögliche: Soul, Rock, Reggae, RNB, Pop, Oldies … wie ich gerade Lust habe oder glaube, dass es am besten zum Publikum passt.

 

Gibt es bevorzugte Themen in deinen Songs?
Bei den eigenen Songs schon. Meistens geht es um Gefühle in Bezug auf bestimmte Themen wie meine Kindheit in Afrika, Straßenmusik und Reisen, Liebe, Enttäuschung, die Gesellschaft in der wir leben. Ich versuche auch bestimmte Aussagen nicht so offensichtlich darzustellen, so dass jeder für sich etwas Eigenes daraus erschließen und interpretieren kann.

 

Woher nimmst du deine Kreativität?
Meistens sind es bestimmte Erlebnisse oder Ereignisse in meinem Leben, die mich dazu inspirieren, etwas drüber zu schreiben, auch wenn es nur eine Melodie, Textzeile oder ähnliches ist.

 

Meistens geht es um Gefühle in Bezug auf bestimmte Themen wie meine Kindheit in Afrika, Straßenmusik und Reisen, Liebe, Enttäuschung, die Gesellschaft in der wir leben.

 

Du spielst verschiedene Instrumente und singst professionell dazu. Bist du Autodidakt, oder hast du dich schulen lassen?
Ich wurde 3 Jahre lang an einer Musikschule in Afrika unterrichtet, aber klassische Gitarre nach Noten spielen, hat mir nie so wirklich gefallen. Ich wollte immer das spielen, wozu ich Lust und Laune habe. Wenn ich traurig bin, will ich was Trauriges spielen, und wenn ich glücklich bin etwas Fröhliches, und nicht nur das, was mir vorgegeben ist. Noten kann ich fast gar nicht mehr lesen, ich hab‘s verlernt. Ich habe sehr großen Respekt vor Musikern, die traditionell nach Noten geschult worden sind. Manchmal wünsche ich mir, ich hätte damit weiter gemacht. Aber andererseits finde ich es schade, wenn man ohne Noten nichts spielen kann.

 

Wo findet man dich auf den Straßen Kölns?
Seit Einführung der neuen Regelungen für Straßenmusik in Köln spiele ich nicht mehr so oft hier, und vielen Kollegen geht es genauso. Ich treffe immer wieder zufällig Kölner Straßenmusiker in Bonn. Wenn ich in Köln spiele, dann meistens ab 17 oder 18 Uhr bis 20 Uhr im Olivandenhof und ab 20 Uhr auf der Hohestraße.

 

Kann man dich buchen?
Ja, für Konzerte in Bandbesetzung „Polyana Felbel“, als Gastmusiker, Submusiker oder für Studioaufträge auf Gitarre, Keys, Cajon, Backinggesang. Für Privatveranstaltungen in verschiedenen Besetzungen.

Im Internet findet man dich wo?

www.facebook.com/polyanafelbel


RasmusRasmus

Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben?
Singer/Songwriter, Indie-Akustik-Pop-Rock

 

Wie lange machst du schon Musik? Und wie bist du dazu gekommen?
Gefühlt schon immer. Zu Hause lief immer klassische Musik. Meine erste Erinnerung daran, dass ich gesungen habe, ist die, dass ich mit ca. 5 immer die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte  mitgeträllert habe. Mit 6 Jahren hab ich begonnen, Flöte zu spielen, mit 9 Jahren Geige, mit 15 Jahren autodidaktisch Gitarre gelernt, mit 16 Jahren erste Songwriterversuche.

 

Deine rote Gitarre gilt als ein markantes Merkmal von dir. Gibt es dazu eine Geschichte?
Ich hab sie mir nach meinem Zivildienst von meinem ersten selbstverdienten Geld gekauft. Sie hing im Laden an der Wand, als einzige ohne Preisschild. Ich hab sie dennoch in die Hand genommen und war vom Ton genauso angetan wie vorher schon von der Optik. Weil der Preis nur 50 Euro über meinem Budget lag, hab ich sie mir dann von dem Verkäufer mit den Worten: „Oh, eine rote Gitarre. Dann musst du immer in E spielen, dann hast du eine E-rote Gitarre“, verkaufen lassen. Seitdem ist sie eigentlich fast immer da, wo ich auch bin.

 

Für das Theaterstück „Die Reifeprüfung“ mit Marco Pustisek, Jenny Elvers-Elbertshagen und Michael Damman wurdest du als Musiker engagiert. Hat dieses Engagement etwas für dich und deine Musikleidenschaft verändert?
Nein, das war einfach ein wunderbarer, wenn auch anstrengender Job – über 80 Aufführungen in 75 Tagen. Eine tolle Erfahrung.

 

Songs schreiben, singen, komponieren, spielen ist für dich…
Freiheit, Liebe, Entspannung

 

Findet man dich noch hin und wieder auf den Straßen Kölns? Wenn ja, wo?
Immer wieder. Meist freitags und samstags, abends im Bereich Hohestraße/Dom/Hauptbahnhof.

 

Kann man dich buchen? Wofür und wie?
Einfach anfragen. Bin erst mal für jede Idee eines musikalischen Intermezzos meinerseits offen und höre mir jede Vorstellung eines Auftritts an.

 

Im Internet findet man dich wo?

www.rasmus-song.de

https://www.facebook.com/RasmusMusic

 

Die Interviews führte Linda Fischer.

 

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